Drillisch besitzt 28 Prozent vom Internet-Dienstleister freenet

Die Drillisch AG hat mittlerweile so viele Aktien am Internet-Dienstleister „freenet“ erworben, dass ihr 28 Prozent am Unternehmen gehören, soviel wie sonst keinem. So konnte „freenet“ auch vorgeschrieben werden, dass neue Kapitalgeber gesucht werden, so dass eine Zerschlagung vom Konzern möglich wird. Eckhard Spoerr, der Chef bei „freenet“, kann nichts machen gegen diese Bevormundungen. Es gibt bislang keinen Käufer für das Gesamt-Paket, allerdings hat sich die Holding MPS gegründet, an der United Internet und Drillisch zu je 50 Prozent beteiligt sind. Zu „freenet“ gehört neben dem DSL-Festnetzgeschäft auch noch der Mobilfunkbereich (mobilcom) und Strato.

Der Plan ist seit vielen Wochen, dass die Holding „freenet“ komplett übernimmt. Drillisch soll die Mobilfunksparte bekommen und United Internet die DSL-Festnetzsparte. Die verbleibenden Mehrwertdienste sollen zur Teilfinanzierung zum Verkauf angeboten werden.

Anfangs sollte die Holding dazu dienen, dass das Unternehmen komplett übernommen werden kann, doch dann stellte sich heraus, dass die nötigen finanziellen Mittel fehlen. Mittlerweile fühlen sich andere Investoren eher gehemmt durch das Handeln der MPS und Drillisch und United Internet führen auch getrennte Verhandlungen mit der freenet-AG. Die Drillisch AG möchte noch mehr Aktien erwerben und United Internet soll sich bei zwei Banken um Kredite in Höhe von 500 Millionen Euro bemühen. Dem Chef der freenet AG geht das allerdings nicht schnell genug und er forderte ein schnelles Bekenntnis noch dieses Jahr, damit feststeht wie es mit dem Unternehmen weitergeht.

Es ist nicht bekannt, ob die Aussagen von Eckhard Spoerr für den Ausstieg von United Internet ausschlaggebend waren. Jedenfalls gab United Internet unlängst bekannt, dass die Gespräche abgebrochen wurden. Das Unternehmen wollte sich allerdings nicht zu Gründen für den Ausstieg äußern.

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Kategorie: Freenet, 1und1 | Datum: 19. November 2007
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