Kabelanbieter planen eigenes VDSL-Netz

Es werden immer mehr Stimmen von Konkurrenten der Telekom laut, die sich zusammenschließen wollen und ein gemeinsames VDSL-Netz bauen wollen. Dabei geht es darum, die hohen Kosten einzusparen. Ob sie dabei die nicht genutzten Kapazitäten der Telekom benutzen können, ist noch unklar.

In der Realität würde das dann so aussehen, dass die Anbieter in verschiedenen Orten ein Netz ausbauen, das dann untereinander genutzt werden kann. Dabei wäre es ihnen durchaus angenehm, wenn sie dabei auf die Nutzung der Leerrohre von der Telekom zurückgreifen könnten. Allerdings sträubt sich die Telekom bis jetzt. Aber das könnte in Zukunft anders aussehen. Denn die Telekom könnte von Seiten der Regulierungsbehörde die Anweisung bekommen, diese Rohre für andere Anbieter zu öffnen. Dieses Szenario könnte sich durchaus einstellen.

Allerdings wollen die Mitbewerber der Telekom nicht darauf warten, dass die Bundesnetzagentur tatsächlich dem zustimmt. Ein Unternehmen wäre allein nicht in der Lage, die extrem hohen Kosten für so einen Netzausbau zu übernehmen. Das geplante Vorhaben würde deshalb scheitern. Aus diesem Grund wollen sie sich zusammenschließen. Der gleiche Grund gilt auch für die Telekom. Sie wünschen sich einen Ausschluss von dieser Regulierung, um damit ihre eigenen hohen Investitionen wieder einzufahren.

Ein Netzausbau mit der eigenen Infrastruktur lohnt sich nach Angaben von Experten nur, wenn daraus ein Marktanteil von ca. 50 % entsteht. Und das hat bisher nur die Deutsche Telekom erreicht.

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Kategorie: DSL-Alternativen | Datum: 21. Juli 2007
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